Denkt man an Lachen, denkt man an den See: an das glitzernde Wasser des Zürichsees, den lebendigen Hafen, die Naherholung am Ufer und das mediterran anmutende Lebensgefühl. Ad lacum – am See –
ist nicht nur eine geografische Beschreibung, sondern Ausdruck der Identität Lachens. Die Nähe zum Wasser, das offene Hafengelände und die eingebettete Natur prägen das Ortsbild und die
Atmosphäre auf unverwechselbare Weise.
Diese Identität greift der neue Kreisel auf und übersetzt sie in eine klare, skulpturale Formensprache. Drei organisch geformte Objekte bilden eine Gruppe im Zentrum des Kreisels – wie Segel oder
Schiffsrümpfe, die aus der Landschaft auftauchen.
Ihre reduzierte Gestaltung entfaltet sowohl aus der Ferne – etwa von der Autobahn – als auch beim Umfahren eine starke visuelle Präsenz.
Die Komposition reagiert auf die Bewegung des Verkehrs und wird so selbst Teil der räumlichen Wahrnehmung. Durch ihre neutrale Farbgebung und weich fliessende Formensprache fügen sich
die Skulpturen harmonisch in das landschaftliche Umfeld ein. Gleichzeitig setzen sie ein markantes Zeichen zu den nördlich angrenzenden Baumgruppen – und schaffen dadurch einen Kontrast mit hohem
Wiedererkennungswert.
Der Kreisel am Peterswinkel wird so nicht nur zu einem funktionalen Verkehrsknotenpunkt, sondern zu einem identitätsstiftenden Element im öffentlichen Raum – kraftvoll, klar und ortsbezogen.
⭐11. - 14. Juni 2026 | Altendorf SZ
NEU: INTERVIEW IM MAGAZIN LACHNER Ausgabe März/April 2026
Eva Gratzl ist eine interdisziplinäre Künstlerin, deren Praxis von technischer und medialer Flexibilität sowie einer forschenden, experimentellen Haltung geprägt ist. Ihr künstlerischer Weg ist bestimmt von der kontinuierlichen Erweiterung handwerklicher und konzeptueller Möglichkeiten sowie von der Offenheit gegenüber neuen Materialien und Verfahren. Seit 2021 widmet sich Eva Gratzl der Keramik: Ton und insbesondere Porzellan bilden seitdem den Schwerpunkt ihrer Kunst. (Fotografin: Jessi Francisco)